PVA drucken mit Teilmachr

Ich wollte schon immer mit PVA Stützstrukturen drucken. Die Stützstruktur einfach mit Wasser aufzulösen tönt schon sehr viel versprechend. Da ich mit meinem alten Makerbot Replicator 2X beim drucken von PVA immer Probleme mit Clogging hatte, musst ich da immer HIPS als Stützmaterial verwenden. Das auflösen von HIPs benötigt D-Limonene was eher teuer und auch nicht so praktisch ist. Es fühlt sich ölig schmierig an, und reizt die Haut. Nachdem die Lösung gesättigt ist, muss man sie Fachgerecht entsorgen.

Aus diesen Gründen war es mir wichtig, den Extruder von Teilmachr so zu designen, dass drucken mit PVA möglich ist. Nachdem nun der neue Teilmachr503e die Möglichkeit der Dualextrusion hat, wollte ich nun endlich HIPS als Stützmaterial ersetzen.

Hier die Erfahrungen und Einstellungen die zu brauchbaren Resultaten geführt haben.

Drucktemperatur

Der Temperaturbereich in dem sich PVA verdrucken lässt scheint ziemlich schmal zu sein. Von 190°C - bis 205°C ist die Extrusion eher zäh.

Über 215°C kann sich PVA vernetzen (https://de.wikipedia.org/wiki/Vernetzung_%28Chemie%29) was sich durch verstopfen der Düse äussert. Danach ist es sehr schwierig wieder zu extrudieren. Am besten reinigt man die Düse mit dem Cold Pull verfahren mit Nylon.

Die besten Ergebnisse habe ich mit 210°C Extruder-Temperatur erreicht.

Haftung

Haftung auf Druckbett

PEI funktioniert eher zufällig.
Die beste Haftung habe ich mit  UHU Stic erhalten. PVA und PLA haften gut bei 80°C Druckbett-Temperatur

Haftung zwischen verschiedenen Materialien

Haftung zwischen PLA und PVA ist leider nicht 100%ig zuverlässig.
Die beste Haftung ergab sich beim langsamen Drucken. (Siehe Drucktgeschwindigkeit)

Druckgeschwindigkeit

Die besten Resultate bekam ich mit 18-20mm/s was leider sehr langsam ist. Aber schnelleres Drucken verursacht Probleme bei der Haftung vor allem bei Extrusionsstart.

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